Auftakt-Veranstaltung 2022

Vielfalt Moderne | Moderne Vielfalt

Die zweitägige Auftakt-Veranstaltung zur Triennale startet am 30. September 2022 in der Tschechischen Botschaft in Berlin, einem Bau des späten Brutalismus. Am ersten Tag erwarten Sie neben Führungen vor Ort, Berichte aus Weimar, Dessau und Berlin sowie Impulse von anderen deutschen Welterbestätten der Moderne und Akteur*innen auf EU-Ebene. Am zweiten Tag, dem 1. Oktober präsentieren wir rund 20 Bildvorträge zu wichtigen Etappen, Ideen und Bauwerken der Berliner Moderne im kurzweiligen Pecha-Kucha-Format. Hinzu kommt ein Themen-Schwerpunkt mit Vorträgen und Talks zu den Wurzeln der Moderne in der Ukraine.

Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin, Wilhelmstraße 44, Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin

Programm

Auftakt am 30.9. + 1.10.2022

Die Triennale der Moderne 2022 wird mit der Auftakt-Veranstaltung in Berlin eröffnet.
Der sich über zwei Tage erstreckende Auftakt des Festivals in Berlin ist gleichzeitig der Beginn für das überregionale Programm der Triennale der Moderne 2022 unter dem städteübergreifenden Wohnen.Arbeiten.Leben.

Auftakt-Veranstaltung „Vielfalt Moderne | Moderne Vielfalt“

Am ersten Tag, dem 30. September findet ein Symposium mit Impuls-Vorträgen, Keynote-Talks und Lectures in der Tschechischen Botschaft statt. Sie behandeln Angebote und Erfahrungen aus den drei Triennale Kern-Städten Berlin, Dessau und Weimer sowie weiteren Welterbestätten und Triennale-Netzwerkstädten in Deutschland und Mitteleuropa. Im Rahmen von Führungen wird die vor Ort gezeigte Ausstellung zu dem sehenswerten, im Stil des späten Brutalismus gestalteten Gebäude gezeigt. Für das Programm am 30.9. ist eine Anmeldung erforderlich.

Am zweiten Tag, dem 1. Oktober folgt im Architekturgebäude der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz ein Pecha-Kucha-Block zur Gesamterzählung der Moderne sowie ein Sonderprogramm zur Moderne in der Ukraine mit Fokus auf die Städte Charkiv und Lviv und einem Keynote-Vortrag Zum Thema Bedrohtes Erbe. Eine deutsch-englische Simultan-Übersetzung für ausländische Gäste ist vorgesehen.

An den Abenden und anschließenden Wochenendtagen, einschließlich dem Feiertag am 3. Oktober, werden Side-Events und Get-Togethers mit Veranstaltungen und Ausstellungseröffnungen aus dem Berliner Festival-Programm angeboten.

Ein erstes Get-Together findet am 30. September ab 19.00 Uhr im benachbarten Tschechischen Zentrum statt und wird mit dem Feature „Women architects of late Modernism“ begleitet. Am Abend des zweiten Tages wird um 19:30 Uhr im BHROX bauhaus reuse auf dem Ernst-Reuter-Platz der erste Teil der fünfteiligen Ausstellungsserie „Modernism in Ukraine“ eröffnet.

Hinweis zum Program: Für beide Veranstaltungstage wird eine beidseitige deutsch-englisch Simultan-Übersetzung angeboten (Deutsch – Englisch) geben.

Veranstaltungsorte

  • 30. September 2022
    Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin,
    Wilhelmstraße 44, 10117 Berlin
    Anmeldung erforderlich
  • 1. Oktober 2022
    TU Berlin, Architekturgebäude,
    Ernst-Reuter-Platz, Forum, Raum A014
    (Haupteingang, Foyer
    im EG rechts neben den Fahrstühlen) 
    Anmeldung erforderlich

Programmpunkte

  • Impulse,Talks und Lectures
  • Pecha Kucha der Moderne
  • Welterbestätten der Moderne in Deutschland
  • Moderne im Kontext in Mitteleuropa 
  • Themen-Schwerpunkt Modernism in Ukraine
  • Keynote Modernism – Heritage at Risk
  • Exklusive Führungen durch die Botschaft
  • Abend-Events, get together, Apéro, Vernissage zum Themen-Schwerpunkt Ukraine


Programm-Highlights

Tag I: 30. September 2022

Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin,
Wilhelmstraße 44, 10117 Berlin

  • 12:00 + 12:25 Uhr: Führungen durchs Gebäude
  • 13:00–14:00Uhr: Grußworte und Keynote-Talk der Triennale-Kernstädte: Berlin, Dessau, Weimar
  • 14:00–14:40 Uhr: Impulse aus Städten und Stätten der Moderne
    mit Talk zur Moderne in Mitteleuropa
  • 15:00–16:15 Uhr: Impulse aus sechs deutschen Welterbestätten der Moderne:
    Völklingen, Essen, Alfeld, Stuttgart, Bernau und Darmstadt
    mit Talk zu „outstanding universal values“
  • 16:15 Uhr: Kaffeepause
  • 16:45–18:15 Uhr: Städte und Netzwerke der Moderne in Mitteleuropa
    Impulse aus Prag, Krakau, Budapest, Bukarest, Belgrad, Skopje und Kaunas
    mit Talk zu Kooperation und Kontinuität zur Moderne in Europa
  • 18:15 Uhr: Lessons learned

Anschließend Abendprogramm 

  • 18:30 Uhr: Apéro im Tschechischen Zentrum, anschließend
  • 19:00 Uhr: Diskussion zu Architektinnen der Spätmoderne:
    Ursulina Schüler Witte und Věra Machoninová
  • 19:00 Uhr alternativ: Vernissage im Bröhan Museum:
    „Lucia Moholy – Das Bild der Moderne“

Programm-Details: Tag 1


Tag II: 1. Oktober 2022

TU Berlin, Architekturgebäude,
Straße des 17. Juni 152, am Ernst-Reuter-Platz, Forum, Raum A014

  • 13:00 – 15:00 Uhr: Themen-Schwerpunkt Ukraine:
    Moderne Wurzeln und Erbe in Charkiv und Lviv
  • 15:30 – 18:30 Uhr: Pecha-Kucha der Moderne:
    Bildvorträge zur Entwicklung von der Frühmoderne bis zur Post-Moderne
  • 18:30-19:00 Uhr: Keynote: David Crowely (National College of Art and Design, Dublin) 
  • 19:00-19:30 Uhr: Lessons-Learned – Diskussion und Publikumsfragen

Anschließend Abendprogramm
im BHROX bauhaus reuse (auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platz – ca. 300 m gegenüber)

  • 19:30 Uhr: Vernissage der Ausstellung Modernism in Ukraine
    Kapitel #1: Lviv Modernism: Let buildings speak. Visual story of Lviv modern housing architecture
  • Apéro & Get-Together 

Organisation: zukunftsgeraeusche GbR, buschfeld.com – in Kooperation mit
Landesdenkmalamt Berlin, Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin,
Tschechisches Zentrum Berlin – präsentiert mit Docomomo International und ICOMOS

Programm-Details: Tag 2


Hinweis zum Program:
Es wird eine Simultanübersetzung (Deutsch – Englisch) geben.

Hinweis zur Dokumentation:
Während der Auftakt-Veranstaltungen werden Foto-, Video- und Audioaufnahmen erstellt. Diese werden zur Öffentlichkeitsarbeit (auch in den sozialen Medien) genutzt und dienen der Dokumentation der Triennale der Moderne 2022 (offline und online) und können auch im außereuropäischen Ausland abgerufen werden. Dies geschieht im Sinne von Art. 6 Abs. 1 f) DSGVO. Mit dem Besuch der Veranstaltungen stimmen Sie einer solchen Dokumentation und Verwendung prinzipiell zu. Gegen die Verarbeitung steht Ihnen ein Widerspruchsrecht zu, zudem das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten Daten sowie auf Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung der Daten. Sollten Sie keine Veröffentlichung von Aufnahmen Ihrer Person wünschen, sprechen Sie die vor Ort aktiven Foto- und/oder Videograf*innen bitte direkt an oder wenden Sie sich an die Projektkoordinatoren der Triennale der Moderne 2022.


Themen der Vorträge beim „Pecha-Kucha der Moderne“

Viele Themen in der Entwicklung der Moderne und in Bezug auf den Umgang mit dem heutigen Erbe sind in vielen Städten ähnlich vorhanden. Hier werfen wir einen Blick auf unterschiedliche und gemeinsame Ansätze in Weimar, Dessau und Berlin sowie in die Praxis und Schwerpunkte aus anderen deutschen Welterbestätten sowie in- und ausländischen Zentren der Moderne.

Speziell Berlin ist eine Stadt, in der sich die gesamte Entwicklung der Moderne ablesen und erleben lässt. Hiervon handelt der Block im Pecha-Kucha-Format. Die Spanne des baukulturellen Erbes in der Auftaktstadt der Triennale reicht von der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts bis zur Post-Moderne der 1980er Jahre. Wie in der Intensität weltweit nur wenige andere Orte, ist Berlin von allerhand Entwicklungsschüben, Brüchen und Gegensätzen gezeichnet. Die polyzentrische Metropole entstand in ihrer jetzigen Form erst 1920 durch den Zusammenschluss zur „Einheitsgemeinde Groß Berlin“. Auch als einstige geteilte Stadt eignet sich Berlin, einen einzigartigen Blick auf die in den Nachkriegsjahren entstandenen Gegensätze, Anknüpfungspunkte und Entwicklungsstufen im Spannungsraum zwischen Ost und West zu werfen.

Im Rahmen von ca. 20 visuell stimulierenden Vorträgen im Pecha-Kucha-Format wird gezeigt, wie facettenreich das Erbe der Früh- bis Spätmoderne ist. Die Bildvorträge dienen gleichzeitig zur eigenen Programmplanung, da viele der gezeigten Orte im Rahmen des Triennale-Programms auch besucht und besichtigt werden können. Das genaue Programm wird derzeit im Dialog mit den Akteur*innen noch erarbeitet. Die folgende Liste gibt aber bereits ein paar Anhaltspunkte zur Bandbreite möglicher Themen:

  • UNESCO-Welterbe „Das Bauhaus und seine Stätten“
  • UNESCO-Welterbe „Siedlungen der Berliner Moderne“ mit Aspekten aus
    Grün- und Freiraumplanung, Denkmalpflege und Kommunikation
  • Vorgeschlagene Hinzunahme von „Onkel Toms Hütte“
  • Heutige Spuren der „Elektropolis Berlin“
  • Transformationsprozesse im Umgang mit dem Industrielle Erbe
  • Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde Groß-Berlin 1920
  • Frühe Reformbewegungen, ihre Spuren und heutige Relevanz
  • Architektur des Expressionismus
  • Verborgene Ikonen des Neuen Bauens in Weimar, Dessau und Berlin
  • Die Bauhaus-Debatte in Ost und West
  • Nachkriegsmoderne und Anschluss an den International Style
  • Welterbe-Vorschlag „Berlin Ost-West-Ost“
  • Welterbe-Vorschlag „Neues Frankfurt“
  • Welterbe-Initiative zum Werk von Erich Mendelsohn
  • Bauten jüdischer Architekt*innen der Moderne
  • Die Moderne in Literatur und Alltagskultur
  • Verkehrs- und Infrastruktur-Bauten in Berlin
  • Brutalismus – 1950er Jahre bis Spätmoderne
  • Die autogerechte Stadt: Großbauten und heutige Debatten
  • Wohn-, Verkehrs- und Infrastruktur-Bauten der 1960er – 70er Jahre
  • Spät- und Post-Moderne am Beispiel des Brutalismus und der Südlichen Friedrichstadt
  • Jung, aber Denkmal – die Rolle des Denkmalschutzes heute
  • Adaptive Reuse, Graue Energie und Herausforderungen des Klimawandels
  • Moderne weiterbauen und aktuelle Lage am Bau- und Wohnungsmarkt
  • Bürgerschaftliche Partizipation und Tourismus im bewohnten Erbe
  • Ausblick auf das Programm des Berliner Wochenendes


Gesamt Festivalzeitraum

30. September bis 31. Dezember 2022

Nach dem Auftakt-Wochenende vom 30. September bis zum 3. Oktober in Berlin, wandert der Programmfokus zum
Dessauer Wochenende vom 7. bis 9. Oktober und von dort am 14. bis 16. Oktober weiter nach Weimar.
Das Programm in den drei Triennale Kern-Städten mit Ausstellungen, Tagungen und Symposien dauert bis zum 31. Dezember.
Erstmalig dabei sind auch eigene Programmangebote weiterer Welterbestätten von Triennale-Netzwerkstädten in Deutschland.


Anmerkung und Fördernachweis

Viele der oben genannten Angebote werden von Programm-Partner*innen ohne institutionelle Förderung erbracht.
Das Berliner Programm mit der Auftaktveranstaltung wird mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin und des Landesdenkmalamt Berlin gefördert.
Diese Fehlbedarfsfinanzierung wird durch Eigen- und Drittmittel einzelner Partner*innen ergänzt.

Berliner Programm gefördert mit Mitteln der:

Ergänzt durch Mittel des: