Auftaktveranstaltung

Vielfalt Moderne | Moderne Vielfalt

Das Auftakt-Event zur Triennale findet am 30. September 2022 in der Tschechischen Botschaft in Berlin statt, einem bedeutenden Bau des späten Brutalismus. Im Rahmen eines ganztägigen Symposiums mit begleitender Ausstellung erwarten Sie neben Berichten aus Weimar, Dessau und Berlin rund 20 Bildvorträge zu wichtigen Etappen, Ideen und Bauwerken Berliner Moderne im kurzweiligen Pecha-Kucha-Format. Hinzu kommen Impulse und Best Practice-Beispiele aus sechs anderen deutschen Welterbestätten der Moderne und ausgewählten Akteur*innen auf EU-Ebene.

Tschechische Botschaft in Berlin, Foto: Jörg Zägel, Quelle: Wikimedia (CC-BY-SA-3-0)

Geplantes Programm

Die Bandbreite der Themen und Formate wird im Rahmen einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Vielfalt Moderne | Moderne Vielfalt“ vorgestellt. Bei der in der Tschechischen Botschaft geplanten Veranstaltung sollen neben Programm-Höhepunkten aus Weimar, Dessau und Berlin auch die nationalen und internationalen Perspektiven des Formats vorgestellt werden. Die Triennale der Moderne ist prädestiniert, die verschiedenen Entwicklungsstufen und Phänomene der Moderne in einem länderübergreifenden Kontext zusammenhängend zu präsentieren und Akteure Region- und länderübergreifend zu vernetzen.

Das von Jahrestagen unabhängige Format bietet viele Anknüpfungspunkte für einen nachhaltigen internationalen Erfahrungsaustausch und die Chance für die Entwicklung transnationaler Projekte. Aus diesem Grund soll die über-regionale Städtekooperation in den Festivaljahren 2022 und 2025 auch sukzessive in Richtung einer „European Triennial of Modernism“ und eines Netzwerks der deutschen Welterbestätten der Moderne erweitert werden. Hier sollen unter anderem einige der potentiellen Netzwerkpartner*innen im Rahmen von Impulsreferaten von gelungenen Transformationsprozessen und erfolgreichen Vermittlungsprojekten vor Ort berichten.

Als einst geteilte Stadt eignet sich Berlin besonders, einen Blick auf die im Zuge der Nachkriegsjahre entstandenen Anknüpfungspunkte, Iterationen und Gegenbilder der Moderne im Spannungsraum zwischen Ost und West zu werfen, der auch im aktuellen Berliner Welterbe-Vorschlag „Berlin Ost-West-Ost“ und verschiedenen Partizipationsformaten thematisiert wird. Hierbei profitiert das Format von der Einbindung vieler bereits vor Ort aktiver zivilgesellschaftlicher Initiativen und Akteur*innen, von denen einige im Rahmen von kurzweiligen und visuell stimulierenden Vorträgen im Pecha Kucha-Format bereits zeigen, welche Programmangebote im Zuge des Berliner Programms dann an den Folgetagen besucht und besichtigt werden können. Die vor Ort gezeigte Ausstellung zum Gebäude, wird im Rahmen einer Kurator*innen-Führung vermittelt. Eine deutsch-englische Simultan-Übersetzung für ausländische Gäste ist vorgesehen.

Das genaue Programm und Rahmenprogramm wird derzeit noch im Dialog mit den ständigen Partner*innen der Triennale erarbeitet. Die nachfolgende Liste gibt aber bereits ein paar Anhaltspunkte zur Bandbreite der möglichen Themen und Referent*innen

Veranstaltungsort

Tschechische Botschaft Berlin, Wilhelmstr. 44 (Eingang Mohrenstr.) 10117 Berlin

Weitere Programmpunkte

  • Kurator*innen-Führung
  • Artist-Talk
  • Netzwerk-Treffen
  • get together und Diskussion

Impulse und Einführung

  • Grußworte, u.a. durch den Gastgeber, S.E. den Botschafter der Tschechischen Republik
  • Keynote zum Kontext der Triennale der Moderne, Christoph Rauhut (Landeskonservator)
  • Keynote zum Motto der Triennale der Moderne 2022: „Wohnen.Arbeiten.Leben“, N.N.
  • Keynote zum europäischen Kontext der Moderne, N.N.
  • Kuratorische Einführung, Robert K. Huber und Ben Buschfeld

Vorträge und Impulse zu folgenden Themen

  • UNESCO-Welterbe „Das Bauhaus und seine Stätten“
  • UNESCO-Welterbe „Siedlungen der Berliner Moderne“
  • Welterbe-Vorschlag „Berlin Ost-West-Ost“
  • Die Entwicklung zur „Elektropolis Berlin“
  • Transformationsprozesse im Umgang mit dem Industrielle Erbe
  • Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde Groß-Berlin 1920
  • Frühe Reformbewegungen, ihre Spuren und heutige Relevanz
  • Verborgene Ikonen des Neuen Bauens in Weimar, Dessau und Berlin
  • Nachkriegsmoderne und Anschluss an den International Style
  • Die Bauhaus-Debatte in Ost und West
  • Die Moderne in Literatur und Alltagskultur
  • Die autogerechte Stadt: Großbauten und heutige Debatten
  • Wohn-, Verkehrs- und Infrastruktur-Bauten der 1960er – 70er Jahre
  • Spät- und Post-Moderne am Beispiel des Brutalismus und der Südlichen Friedrichstadt
  • Jung, aber Denkmal – die Rolle des Denkmalschutzes heute
  • Reuse, Graue Energie und Herausforderungen des Klimawandels
  • Moderne weiterbauen und aktuelle Lage am Bau- und Wohnungsmarkt
  • Bürgerschaftliche Partizipation und Tourismus im bewohnten Erbe
  • Spannende und lehrreiche Projekte im europäischen Ausland
  • Lessons learned und Best Practice-Beispiele anderer deutscher Welterbestätten
  • Ausblick auf das Programm des Berliner Wochenendes


(*) Anmerkung:

Viele der oben genannten Angebote werden von Partner*innen ohne institutionelle Förderung erbracht und sind Teil eines laufenden Antrags auf Zuschussfinanzierungen durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und das EU-Programm „Creative Europe“. Da hier derzeit noch keine Finanzierungszusage besteht, steht die Umsetzung in der genannten Form und in vollem Umfang noch unter Finanzierungsvorbehalt.