{"id":4192,"date":"2019-07-16T16:33:43","date_gmt":"2019-07-16T14:33:43","guid":{"rendered":"\/2019\/?page_id=4192"},"modified":"2019-10-01T11:51:12","modified_gmt":"2019-10-01T09:51:12","slug":"double-feature","status":"publish","type":"page","link":"\/2019\/double-feature\/","title":{"rendered":"Double feature I"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Vom Bauhaus zum Penthouse&#8220; &#8211; Vortrag von Sharon Golan, The White City CenterTel Aviv<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Von zehntausenden Emigranten aus aller Welt errichtet, ist Tel Aviv ein Schmelztiegel der Kulturen, eingegossen in die Betonsilhouetten der Geb\u00e4ude im Internationalen Stil. Was der Wei\u00dfen Stadt herausragende kulturelle Bedeutung verleiht. Was zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus den Sandd\u00fcnen am Meer erwachsen ist, ist zu einem lebendigen st\u00e4dtischen Gewebe geworden, das sich fortlaufend erneuert und als solches auch gelesen werden sollte.<\/p>\n<p>Der Einfluss der Zwischenkriegsarchitektur in Europa und neue lokale Entwicklungen f\u00fchrten in Tel Aviv zu einer vielf\u00e4ltigen Ausbildung der Moderne. Es schadete dabei nicht, dass der einheitliche und relativ n\u00fcchterne Stil der Moderne es leichter machte, den hunderttausenden Menschen ein Dach \u00fcber dem Kopf anzubieten, die im Rahmen der beispiellosen Fl\u00fcchtlingswelle in den 1930-er Jahren nach Pal\u00e4stina str\u00f6mten.<\/p>\n<p>Aus Deutschland wurde jedoch nicht nur Know-how importiert. 1933 handelte die Zionistische Vereinigung fu\u0308r Deutschland mit dem deutschen Reichswirtschaftsministerium das sogenannte Haavara-Transferabkommen aus. Ausreisewillige Juden, denen ansonsten aus Furcht vor der \u201eReichsmarktflucht\u201c der Zugriff auf ihr Barverm\u00f6gen verweigert wurde, konnten nun einen Teil ihres Verm\u00f6gens nach Pal\u00e4stina transferieren.\u00a0 Ein gro\u00dfer Teil der Waren wurde verwendet, um die Wei\u00dfe Stadt zu bauen, etwa Fliesen, Glasfenster, Griffe, Armaturen, Metall und Beton.<\/p>\n<p>Heute ist Tel Aviv ist stolz darauf, eine globale Stadt zu sein, eine Stadt, die niemals schl\u00e4ft. Ihre Doppelgesichtigkeit entsteht aus dem Gegensatz zwischen dem historischen Zentrum und den sich st\u00e4ndig entwickelnden Randgebieten, zwischen dem Versuch, die bestehenden Strukturen zu erhalten und andererseits neue Geb\u00e4ude zu errichten \u2013 welche manchmal direkt auf die historischen Bauten gesetzt werden. W\u00e4hrend auf Stra\u00dfenebene historische Schichten im heutigen Zustand eingefroren oder in ihren alten Glanz zur\u00fcckversetzt werden, wird der Stadt ein paar Stockwerke h\u00f6her eine v\u00f6llig neue Schicht hinzugef\u00fcgt. Der Ansatz der st\u00e4dtischen Denkmalpflege tr\u00e4gt dieser Entwicklung Rechnung. Dabei versucht sich die hundert Jahre alte Stadt an den rasenden zeitgen\u00f6ssischen Lebensstil Israels als \u201cStart up nation\u201d anzupassen.<\/p>\n<h2>Besucherinformationen<\/h2>\n<h3>Veranstaltungsort<\/h3>\n<p>Aula im Bauhausgeb\u00e4ude<br \/>\nGropisallee 38<br \/>\nDessau-Ro\u00dflau<\/p>\n<h3>Preise<\/h3>\n<p>Eintritt frei<\/p>\n<h3>Beginn<\/h3>\n<p>4. Oktober 2019<br \/>\n18:00 Uhr<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>The Flat \u2013 Die Wohnung<\/em>, 2011 \u2013 Filmvorf\u00fchrung<\/strong><br \/>\n2011 \u2027 Dokumentarfilm \u2027 1h 37m<\/p>\n<p>Eine Wohnung in Tel Aviv, ein St\u00fcck Berlin mitten in Israel. 70 Jahre lang hat Gerda Tuchler hier mit Ehemann Kurt gelebt, nachdem sie vor dem Holocaust aus Deutschland fliehen mussten. Weggeschmissen haben sie nichts. Als sie mit 98 Jahren stirbt, trifft sich die Familie zur Wohnungsaufl\u00f6sung. Inmitten unz\u00e4hliger Briefe, Fotos und Dokumente werden Spuren einer unbekannten Vergangenheit entdeckt: Die j\u00fcdischen Gro\u00dfeltern waren eng befreundet mit der Familie des SS-Offiziers Leopold von Mildenstein. Filmemacher und Enkel Arnon Goldfinger nimmt zusammen mit seiner Mutter den Kampf auf: mit Wut und Mut gegen die Kisten, den Staub, die Antiquit\u00e4tenh\u00e4ndler, die Familie, die Vergangenheit und die Gegenwart, Verdr\u00e4ngung und Wahrheit.<\/p>\n<p>Regisseur: Arnon Goldfinger<br \/>\nMusik komponiert von: Yoni Rechter<br \/>\nDrehbuch: Arnon Goldfinger<br \/>\nProduzenten: Arnon Goldfinger, Thomas Kufus<\/p>\n<h2>Besucherinformationen<\/h2>\n<h3>Veranstaltungsort<\/h3>\n<p>Aula im Bauhausgeb\u00e4ude<br \/>\nGropiusallee 38<br \/>\nDessau-Ro\u00dflau<\/p>\n<h3>Preise<\/h3>\n<p>Eintritt frei<\/p>\n<h3>Beginn<\/h3>\n<p>4. Oktober 2019<br \/>\n19:00 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Vom Bauhaus zum Penthouse&#8220; &#8211; Vortrag von Sharon Golan, The White City CenterTel Aviv Von zehntausenden Emigranten aus aller Welt errichtet, ist Tel Aviv ein Schmelztiegel der Kulturen, eingegossen in die Betonsilhouetten der Geb\u00e4ude im Internationalen Stil. Was der Wei\u00dfen Stadt herausragende kulturelle Bedeutung verleiht. Was zu Beginn des 20. 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