{"id":1220,"date":"2013-05-24T17:18:21","date_gmt":"2013-05-24T17:18:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.triennale-der-moderne.de\/2013\/?page_id=1220"},"modified":"2016-01-15T18:55:48","modified_gmt":"2016-01-15T17:55:48","slug":"infostation-und-internetplattform-zur-hufeisensiedlung","status":"publish","type":"page","link":"\/2013\/berlin\/veranstaltungsorte\/infostation-und-internetplattform-zur-hufeisensiedlung\/","title":{"rendered":"Infostation und Internetplattform zur Hufeisensiedlung"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen des Investitionsprogramms &#8222;Nationale UNESCO-Welterbest\u00e4tten&#8220; wurde 2009-2011 eine internetbasierte Informationsplattform f\u00fcr die 1925-1930 von <span class=\"taut trigger\">Bruno Taut<\/span>, Martin Wagner, Landschaftsarchitekt Leberecht Migge und Gartenamtsleiter Ottokar Wagler entworfene Hufeisensiedlung in Berlin-Britz entwickelt. Sie ist Gegenstand der als Beamer-Vortrag mit Live-Vorf\u00fchrung einzelner Inhalte geplanten Veranstaltung.<\/p>\n<h3>Geschichte, Bedeutung und Besonderheiten der Hufeisensiedlung<\/h3>\n<p>Bereits seit 1986 steht die Hufeisensiedlung als Ensemble unter Denkmalschutz. 2008 wurde sie gemeinsam mit f\u00fcnf weiteren Berliner Siedlungen in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und 2010 zum Gartendenkmal erkl\u00e4rt. Die Anlage rund um den zentralen hufeisenf\u00f6rmigen Bau von 350 Metern L\u00e4nge, umfasst 1.285 Wohngeschosseinheiten, mehrere \u00f6ffentliche Freifl\u00e4chen sowie 679 Reihenh\u00e4user mit je einem kleinen Garten. Aber nicht nur Bedeutung und Gr\u00f6\u00dfe der Siedlung sind besonders, sondern auch die seit einigen Jahren sich stetig differenzierende Eigent\u00fcmerstruktur: 1998 erfolgte der Verkauf der ehemals st\u00e4dtischen Wohnungsbaugesellschaft GEHAG. Im Zuge der Privatisierung wurde seitdem der Gro\u00dfteil der denkmalgesch\u00fctzten, das Stra\u00dfenbild bestimmenden Reihenh\u00e4user an private Eigent\u00fcmer ver\u00e4u\u00dfert. Damit liegt heute die Verantwortung zur Erhaltung des Ensembles nicht allein bei dem Rechtsnachfolger der GEHAG, der weiterhin als alleiniger Inhaber der Geschosswohnungsbauten fungierenden <a title=\"Deutsche Wohnen AG + Welterbe-Siedlungen\" href=\"http:\/\/www.triennale-der-moderne.de\/2013\/berlin\/veranstaltungsorte\/deutsche-wohnen-ag\/\" target=\"_blank\">Deutsche Wohnen AG<\/a>, sondern auch bei mehreren Hundert privaten Einzeleigent\u00fcmern.<\/p>\n<h3>Ein Portal f\u00fcr B\u00fcrger und Beh\u00f6rden<\/h3>\n<p>Die Idee zu der Denkmalschutz-Datenbank entstand im Kreise des 2007 gegr\u00fcndeten und sich f\u00fcr Denkmalschutz, Kultur und das soziale Miteinander lokal engagiernden Vereins der &#8222;Freunde und F\u00f6rderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz&#8220; (FFHBB e.V.). Das wenig sp\u00e4ter von dem vor Ort lebenden Designer Ben Buschfeld f\u00fcr den Verein erstellte Konzept einer &#8222;Internetbasierten Informationsplattform&#8220; als Hilfestellung und Datenpool f\u00fcr B\u00fcrger und Beh\u00f6rden \u00fcberzeugte das Berliner Landesdenkmalamt sofort und konnte dann ab 2009 im Rahmen des vom Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Programms &#8222;Nationale UNESCO-Welterbest\u00e4tten&#8220; schrittweise umgesetzt werden. In der eine neue benutzerfreundliche Form der Vermittlung erprobenden Website <a href=\"http:\/\/www.hufeisensiedlung.info\" target=\"_blank\"> www.hufeisensiedlung.info<\/a> werden s\u00e4mtliche Informationen zum dem (als Leitbild dienenden) bauzeitlichen Zustand der H\u00e4user, Wohneinheiten sowie zugeh\u00f6riger Frei- und Gartenfl\u00e4chen in detaillierter Form abrufbar gemacht.<\/p>\n<h3>Bestehende Gutachten mediengerecht aufgearbeitet und erweitert<\/h3>\n<p>Die beiden bereits 1985\/86, 2003 und 2007 mit denkmalpflegerischen Gutachten beauftragten B\u00fcros von Winfried Brenne Architekten und Landschaftsarchitektin Katrin Lesser haben im Zuge des Programms gemeinsam mit Buschfeld s\u00e4mtliche Pl\u00e4ne, technischen Details sowie alle Material-, Farb- und Pflanzangaben digital zusammengetragen, neu zugeordnet, bewertet und passend f\u00fcr das neue Vermittlungskonzept mediengerecht aufbereitet. Auf dieser Grundlage entstand ein Instrument, das die erstaunlich zahlreichen bauzeitlichen Varianten und Details der bestehenden H\u00e4user- und Wohnungstypen hausnummern-individuell pr\u00e4zise erfasst und f\u00fcr jedes Geb\u00e4ude detaillierte Informationen zur fachgerechten Instandsetzung der Fassaden, D\u00e4cher, Fenster, Eing\u00e4ngen sowie baulichen Details und Farbigkeit bereit h\u00e4lt. Auch die einheitlich zu erhaltenden Elemente der Garten- und Stra\u00dfenbepflanzung sowie alle denkmalpflegerisch genehmigungsf\u00e4higen und energetisch empfehlenswerten Ert\u00fcchtigungen einzelner Bauteile werden erfasst.<\/p>\n<h3>Pr\u00e4zise Informationen per Mausklick<\/h3>\n<p>Das Konzept sieht vor, dass Benutzer \u00fcber eine Sucheingabe mit wenigen Klicks genau die fachgerecht aufbereiteten Informationen aufrufen k\u00f6nnen, die sie bzw. von ihnen eventuell beauftragten Handwerksfirmen ben\u00f6tigen, um etwa ein Fenster in den Originalt\u00f6nen streichen oder es energetisch optimieren und denkmalgerecht nachzubauen zu lassen. Alle Informationen k\u00f6nnen auch ausgedruckt oder im Rahmen eines Antrags oder Leistungsverzeichnisses als PDF gespeichert und versendet werden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen \u00fcber das Medium Internet neue Erkenntnisse einfach aktualisiert sowie im Kontext von Entwurfsprinzipien und Informationen zur Geschichte der Siedlung anschaulich vermittelt werden. Aus datenschutzrechtlichen Gr\u00fcnden ist der verf\u00fcgbare hausnummerngenaue Zugang zum Datenbankteil leider nicht \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich frei geschaltet, sondern den Beh\u00f6rden vorbehalten. Er bietet jedoch im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Antrags- und Genehmigungsverfahren bereits jetzt eine Hilfestellung in der Kommunikation aller beteiligten Personen, Firmen und \u00c4mter. F\u00fcr die allgemeine \u00d6ffentlichkeit stehen zwei Beispielh\u00e4user online, an denen sich die Art und der Detailreichtum der vorliegenden Pflegepl\u00e4ne ablesen und f\u00fcr eigene Anfragen orientierend nutzen l\u00e4sst. Eine allgemeine Freischaltung der kompletten Datens\u00e4tze auf Basis eines Widerspruchs- oder Zustimmungsverfahrens wird vom Verein stark propagiert und von amtlicher Seite erwogen.<\/p>\n<h3>Projekte in &#8222;Public-Private-Partnership&#8220;<\/h3>\n<p>Die Projektsteuerung der Gesamtentwicklung wurde vom Verein der &#8222;Freunde und F\u00f6rderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz&#8220; \u00fcbernommen, der w\u00e4hrend des Entstehens der Website insgesamt vier gro\u00dfe Informationsveranstaltungen f\u00fcr die Bewohnerschaft organisierte und auch mit als Betreiber des Veranstaltungsortes agiert. Seit Februar 2010 ist die so in \u201ePublic-Private-Partnership\u201c entstandene, und von Verein und Landesdenkmalamt herausgegebene Informationsplattform online. In einem zus\u00e4tzlich eingerichteten, von Buschfeld ehrenamtlich erg\u00e4nzten Forumsbereich sowie und dem Vereinsbereich k\u00f6nnen sich die Bewohner der Siedlung \u00fcber Originalbauteile, geeignete Handwerker, Pflege- und Pflanztipps oder vom Verein organisiserte Veranstaltungen austauschen. Auch Sammelbestellungen oder haus\u00fcbergreifende Renovierungsarbeiten sollen so angeregt und initiiert werden.<\/p>\n<h3>Caf\u00e9 und Ausstellung in der Infostation Hufeisensiedlung<\/h3>\n<p>Der Vortrag findet in den R\u00e4umen der Infostation der Hufeisensiedlung im nord\u00f6stlichen Kopfbau des Hufeisens an der Fritz-Reuter-Allee 44 statt. Die im Hochparterre gelegene Wohnung mit zur Stra\u00dfenfront gelegenem, bereits zur Bauzeit angegliedertem Ladenlokal wurde 2010 von der Deutsche Wohnen AG, und ko-finanziert mit Mitteln des Programms Nationale Welterbest\u00e4tten, in den Originalfarben restauriert und denkmalgerecht wieder hergestellt. Sie beherbergt seit 2012 eine Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Siedlung und Ihrer Bewohner. Die vom Referenten im Auftrag der Deutsche Wohnen AG textlich und gestalterisch erstellte Ausstellung beschreibt die architektonische und st\u00e4dtebauliche Bedeutung der Gro\u00dfsiedlung Britz und beleuchtet auch die relevanten politischen Hintergr\u00fcnde, gesellschaftlichen Umbr\u00fcche, Ideen und Herausforderungen der Lokalgeschichte zwischen 1900 und heute. Die Ausstellung zeigt \u00fcber Hundert historische oder aktuelle Fotografien, Pl\u00e4ne und Dokumente. Sie ist nach Themen gegliedert und angelehnt an den grafischen Stil der 1920er Jahre gestaltet. Kurze Biografien der Planer sowie ber\u00fchmter Bewohner (etwa Erich M\u00fchsam oder Heinrich Vogeler) sowie jeweils ein kurzer Steckbrief zu den anderen f\u00fcnf Welterbesiedlungen runden das Bild ab. Caf\u00e9 und Ausstellung werden vom Verein und dem auf Stadtf\u00fchrungen spezialisierten Architekturb\u00fcro <a title=\"Ticket B \u2013 Stadtf\u00fchrungen f\u00fcr Architekten\" href=\"http:\/\/www.triennale-der-moderne.de\/2013\/berlin\/veranstaltungsorte\/ticket-b\/\">Ticket B<\/a> gemeinsam betrieben. Eine F\u00fchrung durch die Ausstellung im Anschluss an den Bildvortrag sowie Diskussionen und Gespr\u00e4che sind vorgesehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Informationen zur Veranstaltung<\/h3>\n<ul class=\"arrow\">\n<li>Termin: Mittwoch, der 9.10. um 18 Uhr<\/li>\n<li>Ort: Infostation Hufeisensiedlung, Fritz-Reuter-Allee 44, 12359 Berlin-Britz<\/li>\n<li>Nahverkehr: Linie U7, Bhf. Parchimer Allee oder Blaschkoallee + Bus M 46<\/li>\n<li>Veranstalter: Freunde und F\u00f6rderer der Hufeisensiedlung e.V. \/ Ben Buschfeld<\/li>\n<li>Anmeldung \u00fcber <a href=\"mailto:auftrag@kulturspionage.com\">auftrag-at-kulturspionage.com<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Links zu den beteiligten Partnern und Unternehmen<\/h3>\n<ul class=\"arrow\">\n<ul class=\"arrow\">\n<li><a href=\"http:\/\/www.deutsche-wohnen.com\/\" target=\"_blank\">Deutsche Wohnen AG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.hufeisensiedlung.info\/foerderverein\" target=\"_blank\">Freunde und F\u00f6rderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ticket-b.de\/\" target=\"_blank\">Ticket B &#8211; Stadtf\u00fchrungen f\u00fcr Architekten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.brenne-architekten.de\/\" target=\"_blank\">Winfried Brenne Architekten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.katrin-lesser.de\/\" target=\"_blank\">Katrin Lesser &#8211; Garten &#8211; und Landschaftsarcchitektin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.buschfeld.com\/\" target=\"_blank\">buschfeld.com &#8211; graphic and interface design<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des Investitionsprogramms &#8222;Nationale UNESCO-Welterbest\u00e4tten&#8220; wurde 2009-2011 eine internetbasierte Informationsplattform f\u00fcr die 1925-1930 von Bruno Taut, Martin Wagner, Landschaftsarchitekt Leberecht Migge und Gartenamtsleiter Ottokar Wagler entworfene Hufeisensiedlung in Berlin-Britz entwickelt. Sie ist Gegenstand der als Beamer-Vortrag mit Live-Vorf\u00fchrung einzelner Inhalte geplanten Veranstaltung. Geschichte, Bedeutung und Besonderheiten der Hufeisensiedlung Bereits seit 1986 steht die Hufeisensiedlung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":28,"menu_order":13,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"_template_60_40.php","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1220","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1220"}],"collection":[{"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1220"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2280,"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1220\/revisions\/2280"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/triennale-der-moderne.de\/2013\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}