Licht-Klang Installation – by „dunutztmichnuraus“ & „Matt Gingold“

Die Licht-Klang Installation „Supervision“

 

Die Licht-Klang Installation „Supervision“ greift in einem Wechselspiel aus Konstruktion und Dekonstruktion die außergewöhnliche Architektur des Innenraums des Gropiusbaus auf. Dabei bietet ein audiovisueller Pfad dem Besucher die Möglichkeit sich durch einen ständigen Perspektivwechsel zu verorten. Sichtbare und verborgene Bereiche werden auf individuelle Weise intensiv erfahrbar gemacht.

»dunutztmichnuraus«, ist ein 2013 gegründetes, interdisziplinär arbeitendes Künstlerkollektiv mit Hauptquartier in Halle (Saale) bestehend aus: Jonas Braune (Interaktionsdesigner),Tim Nowitzki (Filmemacher), Susa Pankrath (Medienkünstlerin), Sina Müller (Kommunikationsdesignerin) und Michel Klehm (Fotograf). Die Installation Supervision entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem australischen Installationsdesigner und Medienkünstler Matthew Gingold.

 

Zur Geschichte des historischen Arbeitsamts

1928 erhielt Gropius den Auftrag, ein Gebäude für die Arbeitsvermittlung, der Berufsberatung und der Auszahlung der Arbeitslosenversicherung zu entwerfen. Im Mai 1929 wurde der Bau fertig gestellt. Gropius‘ Arbeitsamt zeichnet sich durch die Bestrebung nach Rationalisierung aus, wie sie auch in der Wirtschaft vorgenommen wurde. Er plante zwei nach der Funktion unterschiedene Teile und entwarf einen lang gestreckten zweigeschossigen Verwaltungstrakt und einen vorgelagerten eingeschossigen Rundbau mit gläsernem Sheddach für den Publikumsverkehr. Mit einer herkömmlichen zellenartigen Bürostruktur konnte man den starken Besucherandrang nicht bewältigen. Daher musste ein Grundriss gewählt werden, der eine Kanalisierung des Publikums und somit einen reibungslosen Ablauf der Arbeitssuche gewährleisten konnte. Nach Geschlecht und Beruf getrennt, gab es für die Arbeit suchenden Frauen und Männer fünf Eingänge mit dahinter liegenden, gleichartig organisierten Sektoren.

Obwohl der Rundbau an seiner Fassade fensterlos war, überraschte er im Innern aufgrund des Sheddachs durch große Helligkeit, die von oben in den Bau strömte. Die Innenwände bestehen im oberen Teil aus Glas, so dass das Licht quer durch das Gebäude fluten kann.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Veranstaltungsort
Historisches Arbeitsamt
August-Bebel-Platz 16
06842 Dessau-Roßlau

Veranstalter: Stadt Dessau-Roßlau
Weitere Informationen: www.bauhaus-dessau.de