Leopold Fischer - Die Knarrberg-Siedlung und Villa Liebig

Leopold Fischer – Die Knarrberg-Siedlung und Villa Liebig

Der jüdische Architekt Leopold Fischer gehört zu den über 500 deutschsprachigen jüdischen Architekten, die durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 Berufsverbot erhielten. Als Chefarchitekt des Anhaltischen Siedlerverbandes entwarf der Adolf Loos Schüler mehrere Siedlungen in Anhalt. In Dessau plante er zusammen mit dem Gartenarchitekten Leberecht Migge von 1926 bis 1928 die „Knarrberg-Siedlung“. Die Dopppelhäuser mit ihren funktionellen Grundrissen und den „Selbstversorger-Gärten“ beindrucken vor allem durch ihre ökonomische und ökologische Bauweise.
Durch die Emigration in die USA gerieten der Architekt und seine Bauten für viele in Vergessenheit.
Die Führung ist eine Kooperation der „Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger Architekten e.V.“ und Frank Wolter.