Buchpräsentation "Bruno Tauts Hufeisensiedlung"

und die Unesco-Welterbesiedlungen der Berliner Moderne

Buchpräsentation: Bruno Tauts Hufeisensiedlung

Mittwoch, 5.10.2016 von 19.00 – 20.30 Uhr
Buchpräsentation, Bildvortrag und Podiumsgespräch

Treffpunkt: Buchhandlung Bücherbogen am Savignyplatz
in Berlin-Charlottenburg; Teilnahmebeitrag: kostenlos
Veranstalter: Bücherbogen in Kooperation mit
Ben Buschfeld und Deutscher Werkbund Berlin

     
     

Ablauf der Veranstaltung

Im Rahmen der vom Deutschen Werkbund Berlin (DWB) und dem Bücherbogen mit organisierten Veranstaltung wird es einen Bildvortrag mit anschließendem Podiumsgespräch geben. Anlass ist das 90-jährige Jubiläum des Erstbezugs.

Beamer-Präsentation mit Bildern und Plänen aus der Hufeisensiedlung, weitereren Themen des Buches sowie der Entstehung von „Tautes Heim“ – einem vom Autor und seiner Frau, Landschaftsarchitektin Katrin Lesser, privat betriebenes und mehrfach ausgezeichnetes mietbares Museumshaus – geben.

Podiumsgespräch zur aktuellen Situation in der Britzer Siedlung und den anderen Berliner Welterbesiedlungen sowie ihrer Bedeutung als Studienobjekt im Bereich Denkmalschutz und öffentlichen Wohnungsbau aus heutiger Perspektive. Die möglichen Bezüge sind vielfältig, etwa

  • Denkmalschutz und Privatisierung
  • Qualitäten und Grenzen im Typenhausbau
  • Wohnungsnot/-bau gestern und heute
  • Siedlungsbau versus Verdichtung (am Beispiel der WerkBundStadt)
  • Lokale Effekte des UNESCO-Welterbestatus
  • Bürgernahe und moderne Denkmalvermittlung u.v.m.

     

Gesprächspartner

  • Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator, Direktor Landesdenkmalamt Berlin
  • Winfried Brenne, Architekt und Taut-Experte, Winfried Brenne Architekten
  • Gerwin Zohlen, Publizist und Architekturkritiker, Deutscher Werkbund Berlin
  • Ben Buschfeld, Autor und Betreiber, buschfeld.com + Tautes Heim

Der Abend ist Teil der vom Autor mitorganisierten
„Triennale der Moderne“ sowie der „Designmeile Kantstraße“

Hinweis: Bei der Designmeile Kantstraße wurde das Event
irrtümlicherweise für Do, den 6.10. angekündigt. Korrekt ist Mi, 5.10.

Über das Buch

Ben Buschfeld
Bruno Tauts Hufeisensiedlung
und das UNESCO-Welterbe „Siedlungen der Berliner Moderne“

zweisprachig Deutsch | Englisch
144 Seiten, 13 x 21 cm
154 Abbildungen, inkl. 18 Pläne
ISBN 978-3-89479-923-6
Klappenbroschur, 16,95 €
mit einem Grußwort von Regula Lüscher

Die Hufeisensiedlung in Geschichte und Gegenwart
Mit den von ihm geplanten Wohnsiedlungen setzte der – u.a. auch im Deutschen Werkbund aktive – Visionär, Architekt und Stadtplaner Bruno Taut (1880–1938) zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit Maßstäbe. Vor allem das 1925–1930/31 in mehreren Bauabschnitten errichtete Denkmalensemble Hufeisensiedlung in Berlin-Britz wird international als Schlüsselwerk des reformorientierten Wohnungsbaus gewürdigt. Die sehr farbenfroh, variantenreich und mit vielen Gärten und Freiflächen gestaltete Siedlung gruppiert sich um eine 350 Meter lange, spektakulär in Form eines Hufeisens angelegte Gebäudeformation. Das knapp 2000 gut geschnittene Wohneinheiten umfassende Ensemble folgt dem damals populären Leitbild „Licht, Luft und Sonne für alle“ und zeigt, wie ab 1920 im Zuge des Zusammenschlusses der Region zu „Groß-Berlin“ neue durchgrünte Stadtquartiere entstehen konnten. Hierbei avancierte die Großsiedlung Britz bereits in den Zwanziger Jahren zur Ikone des „Neuen Bauens“ und gilt auch heute als die bekannteste der sechs Berliner Welterbesiedlungen. Die von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEHAG errichtete, seit 1998 privatisierte Siedlung ist aber auch aus einem aktuellen Blickwinkel ein interessantes Studienobjekt – für Architekten, Städteplaner und Bauträger ebenso wie für Politiker, Denkmalschützer und Studenten.

Erstmalig als handlicher Architektur- und Denkmalführer
Der passend zum Stil der Zeit gestaltete zweisprachige Architektur- und Denkmalführer versammelt rund 150 Abbildungen, darunter viele bislang unveröffentlichte zeitgenössische und historische Fotos sowie Luftbilder und Pläne. Er bietet Einblick in Architektur-, Bau- und Sozialgeschichte, führt durch die einzelnen Bauabschnitte, lenkt den Blick auf interessante Details und stellt die Biografien der wichtigsten Architekten, Planer und ersten Bewohnergeneration vor. Auch aktuelle Fragen und verschiedene Projekte der letzten Jahre rund um den denkmalgerechten Erhalt werden thematisiert. Hierzu passt, dass sich Anfang Oktober auch das 90-jährige Jubiläum des Erstbezugs im Hufeisen begangen wird. Dieser Umstand gibt Anlass auch über die heutige Situation, aktuelle Qualitäten, Probleme und Projekte zu berichten.

Extrakapitel zu Biografien, Tautes Heim + Berliner Welterbesiedlungen
Neben den Biografien ist ein weiteres Sonderkapitel der bislang wenig erforschten Innenraumgestaltung und dem Projekt „Tautes Heim“ (vgl. Termin am 9.10.) gewidmet – einem aufwändig und komplett im Stil der 1920er-Jahre wiederhergestellten Reihenendhaus, das vom Autor und seiner Frau, Landschaftsarchitektin Katrin Lesser (vgl. Auftaktveranstaltung am 7.10.), als mietbares Museum privat betrieben wird, und für das Lesser und Buschfeld 2013 u.a. mit dem Denkmalpreis der Europäischen Union sowie dem Berliner Denkmalpreis ausgezeichnet wurden. Neben der Hufeisensiedlung werden im Anhang auch die anderen fünf Siedlungen vorgestellt, die 2008 von der UNESCO gemeinsam mit der Hufeisensiedlung zum Welterbe „Siedlungen der Berliner Moderne“ erklärt wurden. Auch hier regen Pläne, Nahverkehrsinfos und unveröffentlichte Fotos zu eigenen Touren durch Berlins jüngstes Welterbe an. Weitere Ausflugtipps zu Anlagen Bruno Tauts runden den handlichen Band ab.

Presseunterlagen

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