Infostation Hufeisensiedlung

Festival-Zentrale der Triennale + Führungsprogramm

Berlin 2019: Touren + Infostation in der Hufeisensiedlung


11. – 13.10.2019 · Fr/Sa/So je 10 Uhr

Rundgänge durch die Hufeisensiedlung

Startpunkt: Infostation Hufeisensiedlung, Teilnahme: kostenlos
Adresse: Fritz-Reuter-Allee 44, 12359 Berlin-Neukölln, Ortsteil Britz
Sonder-Öffnungzeiten: 11.–13.10.2019: 10–18 Uhr
Reguläre Öffnungszeiten: Fr + So 13–17 Uhr (Winter), 14-18 Uhr (Sommer)
Partner: Verein der Freunde und Förder der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V.

Achtung: Schienenersatzverkehr > BVG
kein Problem bei der Rückfahrt, etwas umständlich bei der Anfahrt
Haupt-Anfahrt: U7 + SEV ab U-Bhf. Grenzallee: SEV bis Ausstieg bis „Blaschkoallee“ (oder „Parchimer Allee“) – Alternativ: Bus M46 bis „Parchimer Allee“ (hält z.B. an U6 Alt-Tempelhof oder S41/42 Bahnhof Südkreuz) oder Bus 170 bis „Blaschkoallee“ – per Auto: via Verlängerung von Karl-Marx-Str. oder Hermannstr. oder via A100 „Gradestraße“ (Parkplätze i.d.R. unproblematisch)

Themen während des Rundgangs

Mit den von ihm geplanten Wohnsiedlungen setzte der Architekt Bruno Taut (1880–1938) zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit Maßstäbe. Vor allem das 1925–1930 in mehreren Bauabschnitten errichtete Denkmalensemble Hufeisensiedlung in Berlin-Britz wird international als Schlüsselwerk des reformorientierten Wohnungsbaus gewürdigt. Die sehr farbenfroh, variantenreich und mit vielen Gärten und Freiflächen gestaltete Siedlung gruppiert sich um eine 350 Meter lange, spektakulär in Form eines Hufeisens angelegte Gebäudeformation. Das knapp 2000 gut geschnittene Wohneinheiten umfassende Ensemble folgt dem damals populären Leitbild „Licht, Luft und Sonne für alle“ und zeigt, wie ab 1920 im Zuge des Zusammenschlusses der Region zu „Groß-Berlin“ neue durchgrünte Stadtquartiere entstehen konnten. Hierbei avancierte die Großsiedlung Britz bereits in den Zwanziger Jahren zur Ikone des „Neuen Bauens“ und gilt auch heute als die bekannteste der sechs Berliner Welterbesiedlungen. Die von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEHAG errichtete, seit 1998 privatisierte Siedlung ist jedoch auch die einzige der sechs „Siedlungen der Berliner Moderne“, in der die Reihenhaus-Bestände in den vergangenen Jahre nahezu komplett in privates Einzeleigentum umgewandelt wurden. Das führt dazu, dass rund 650 Einzeleigentümer plus die Deutsche Wohnen SE als Großeigentümer der 1.285 Mietwohnungen gemeinsam dafür verantwortlich sind, ein sehr differenziert gestaltetes, denkmalschütztes und als UNESCO-Welterbe eingestuftes Ensemble zu erhalten. Das macht die Britzer Siedlung nicht nur aus architektonischer, sondern auch aus denkmalpflegerischer, politischer und sozialer Perspektive interessant. Die vom FFHBB e.V. im Rahmen der Triennale veranstalteten Rundgänge berichten über die heutige Situation, die hohe Wohnqualität und die verschiedene Probleme und Projekte vor Ort.

 

Ausstellung in der Infostation

In der vor Ort zu sehenden Dauerausstellung werden mehrere zweisprachige Tafeln zur Geschichte und Gegenwart der Hufeisensiedlung sowie jeweils eine Kurzinfo zu den anderen fünf Welterbesiedlungen gezeigt. Die Räume der ehemaligen Ladenwohnung wurden durch die Deutsche Wohnen SE farblich restauriert und zeigen ein Modell der von Bruno Taut für die Waldsiedlung Zehlendorf entwickelten GEHAG-Küche. Außerdem werden Bücher zum Thema, Kuchen und Getränke angeboten. Natürlich liegen auch Programme zur Triennale aus und die Bewohner stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

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Weitere Events vor Ort

Am Sonntag wird ein weiterer Rundgang mit anschließendem Vortrag zu den Restaurierungsarbeiten des mietbaren Museums „Tautes Heim“ angeboten.
Bitte beachten Sie auch folgende Doppelveranstaltung:


Weitere Infos