Berlin

Metropole der Moderne

Berlin 2019: Schwerpunkt & Kontakt (Berlin)

3. Triennale-Wochenende 11.-13.10.2019 und darüber hinaus …

Berlin präsentiert sich als ebenso komplexe, wie baustilistisch variantenreiche Welterbestadt der Moderne, in der das quasi posthum zur globalen Dachmarke der Moderne aufgestiegene Bauhaus nur einen unter vielen Einflüssen darstellt. Ziel des Berliner Angebots ist es daher, bedeutende Vorstufen, Parallel- und Folgeentwicklungen des Bauhauses stärker ins Bewusstsein zu rücken. Das Programm ist entsprechend umfangreich und besteht aus rund 115 Einzelveranstaltungen von knapp 20 individuellen Partnern

Führungen und Besichtigungen konzentrieren  sich auf das Wochenende. Ausstellungen, Installationen, Tagungen und Kongresse finden zum Teil auch außerhalb des Wochenendes statt und ziehen sich bis in den November.

 

Veranstaltungsübersichten

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Danksagung / Förderpartner

Anders als in Weimar und Dessau hat das Berliner Programm 2019 weitgehend den Charakter einer bottom-up-Initiative: Es wird von einer Reihe, oft rein zivilgesellschaftlich organisierten Projektpartner/innen getragen.

2019 werden erstmalig große Teile des Berliner Programms aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert.

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Diese werden ergänzt durch Eigen- oder Drittmittel von: Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.Landesdenkmalamt Berlin, Architektenkammer Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Hermann-Henselmann-Stiftung, Studentendorf Schlachtensee eG, Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V., Bundeszentrale für politische Bildung (Drittmittel)

Programm-Kuration und Organisation

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Themenspektrum des Berliner Programms

Die 1919 in Weimar gegründete Kunst- und Designschule feiert dieses Jahr ihren 100. Geburtstag und bezog hier in Berlin ihr letztes Quartier, bevor sie 1933 auf Druck der Nationalsozialisten zur Selbstauflösung gezwungen wurde. Tatsächlich geht das baulich und historische Erbe Berlins aber weit über die berühmte Kunst- und Designschule hinaus, was den Blick hier notwendigerweise auch auf dessen Vorbedingungen, bedeutende Parallelentwicklungen sowie die breite Palette der vom Bauhaus mit inspirierten Umbrüche und Folgeerscheinungen lenkt:
Die Reformbewegungen, die der Gründung des Bauhaus vorangingen, hatten sich im frühen 20. Jahrhundert und während der Weimarer Republik vor allem der Verbesserung der zum Teil dramatischen Wohn- und Lebensbedingungen verschrieben. Das Motto „Licht, Luft und Sonne“ fand seinen architektonischen Ausdruck in vielen, ambitionierten Wohnungsbauprojekten in den grünen Außenbezirken des erst 1920 per Verwaltungsbeschluss entstanden „Groß-Berlins“. 2008 wurden sechs der so entstandenen Anlagen gemeinsam zum UNESCO-Welterbe „Siedlungen der Berliner Moderne“ erklärt. Durch ihre qualitätsvolle Baukunst, ihre guten Grundrisse und neuartige städtebaulichen Figuren wurden sie zum Vorbild für die Architektur des 20. Jahrhunderts. Während das Welterbe der Moderne in Weimar und Dessau direkt dem „Bauhaus und seinen Stätten“ gewidmet ist, waren die maßgeblichen Akteure in Berlin dem Bauhaus nur in Ausnahmefällen direkt verbunden.
Wie in keiner anderen Stadt weltweit lassen in der Metropole an der Spree aber die einzelnen Facetten und Entwicklungsstufen der Moderne als Kontinuum nachvollziehen. Diese Bandbreite hat daher auch Eingang in unsere Programm-Gestaltung gefunden: Es geht los bei den Industrie-Kathedralen der sich ab etwa 1880 sprunghaft entwickelnden „Elektropolis Berlin“ und geht dann über die Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts hin zu Bauten der „Klassischen Moderne“ um 1920, dem „Neuen Bauen“, der „Nachkriegsmoderne“ mit städtebaulich konkurrierenden Lösungen und Bauten im Ost- und Westteil bis hin zu der „autogerechten Stadt“, den Großsiedlungen der 1970er-Jahre oder der als Epochen-Ende verkündeten „Post-Moderne“ Mitte der 1980er-Jahre.

Weitere Infos im Berliner Presse- und Download-Bereich

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